Vita

Ute-Elisabeth Riese (geboren am 13.4.1960 in Braunschweig) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Kuratorin
 
Ute-Elisabeth Riese studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Kunstpädagogik und Neuere Kunstwissenschaft, sowie an der Technischen Universität Braunschweig Geschichte und Philosophie. Sie legte das Erste und Zweite Staatsexamen ab und promovierte an der HBK-Braunschweig zum Dr. phil. mit einer Arbeit über das Werk des Künstlers Gerhard Merz.
Ihre Dissertation wurde 1998 in der Reihe Unikate/Zürich als Künstlerbuch veröffentlicht. Während der Dissertation war sie bereits im Sprengel Museum Hannover (Bereich Vermittlung und Bildung), sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kunstverein Hannover tätig, wo sie unter anderem an der Ausstellung Panamarenko "Der Aeromodeller" in der Orangerie Hannover-Herrenhausen mitwirkte.
Im Anschluss an die Dissertation absolvierte sie von 1996-98 ihr Museumsvolontariat in der Kunsthalle zu Kiel.
Hier arbeitete sie u.a. an Ausstellungen mit Martin Assig, Jan Voss, Pieter Doig und Anthony Gormley mit. Zum Abschluss des Volontariates kuratierte sie die Ausstellung "Landschaft. Die Spur des Sublimen" mit Künstlern wie Axel Hütte, Panamarenko, Marina Abramovic, Hamish Fulton, Olaf Nicolai u.a.

1999-2002 war sie Direktorin der 1968 erbauten Kunsthalle Wilhelmshaven, wo sie unter anderem die Ausstellungen "Jacqueline Humphries. Malerei",  "Skulptur 2000" sowie "Richard Billingham" und "Tom Wood. Bus Odysee" kuratierte.
Sie konzipierte für Wilhelmshaven außerdem die Ausstellung "Nordwestkunst" neu und rief den dazugehörigen Thales-Förderpreis ins Leben.
2002-2006 ging sie als Kuratorin für Malerei und Skulptur an das Museum Morsbroich Leverkusen, wo sie z.B. Ausstellungen wie "Talking Pieces. Text und Bild in der zeitgenössischen Kunst" (2002), "New abstract painting. Painting abstract now" (2003), sowie "Arena der Abstraktion" (2006) kuratierte. Als Museumsbeitrag zur Landesgartenschau Leverkusen plante sie die Ausstellung "Blumenstück. Künstlers Glück. Vom Paradiesgärtlein zur Prilblume" (2005).
Für das Von der Heydt-Museum Wuppertal realisierte sie 2007 als Gastkuratorin die Schau "Das deutungsreiche Spiel. Symbolismus und die Kunst der Gegenwart".
Von 2009-2015 war Ute Riese die Gründungsdirektorin und Leiterin der neuen Kunsthalle Gießen im 2009 erbauten Rathaus. Für Gießen kuratierte sie u.a. Ausstellungen mit Trevor Paglen, Rosa Loy, Hiroyuki Masuyama, Philipp Hennevogl, Henriette Grahnert/Nadin Maria Rüfenacht, Annette Schröter, Gerhard Merz und Katharina Sieverding. Ute Riese initiierte in Gießen zudem die Ausstellungsreihe "Kunst im Rathaus" mit Positionen zeitgenössischer regionaler Künstler der hessischen Kulturlandschaft.
Als Projekt zur Landesgartenschau Gießen konzipierte sie 2014 in der Kunsthalle die Einzelausstellung "Per Kirkeby" (1994/2014), die durch die 1994 von Kirkeby in Gießen errichtete Backsteintor-Skulptur inspiriert wurde. Sie hatte von 2010-2014 Lehraufträge am Institut für Kunstpädagogik der Justus-Liebig Universität Gießen inne, initierte zahlreiche museumspädagogische Projekte für die Kunsthalle Gießen und lehrt Kunst an einem Gymnasium. Als Kuratorin leitet sie einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst.

Ute Riese lebt in Köln und Hannover. Sie veröffentlichte zahlreiche Publikationen und Kataloge zur zeitgenössischen Kunst.